Im Prinzip einfach, aber genial

Funktionsweise der Wahler Thermostate

Wahler Thermostate stellen sicher, dass der Motor möglichst schnell seine Betriebstemperatur erreicht und diese auch bei ständigen Lastwechseln beibehält. Erst dadurch erzielt der Motor eine ökonomische und verschleißarme Arbeitsweise. Folglich braucht der Thermostat eigentlich nur anhand der Temperatur den Weg des Kühlmittels im Kühlkreislauf zu steuern. Wie dieses prinzipiell vor sich geht, sehen Sie hier an den Illustrationen. Wenn auch stetige Verbesserungen der Thermostate bspw. hinsichtlich Ansprechverhalten, Messsensibilität und –toleranz erforderlich waren, hat sich an der prinzipiellen Funktionsweise nichts geändert.

Auslassregelung eines Wahler Thermostats

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Warmlaufphase
Der Motor wird im kalten Zustand gestartet und soll schnellstmöglich seine optimale Betriebstemperatur erreichen, um Kraftstoff sparen und die maximale Leistung abgeben zu können. Hierfür verschliesst der Thermostat den Zustrom zum Kühler und lässt das Kühlwasser nur über den inneren Motorkreislauf zirkulieren.


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Regelbetrieb
Der Motor ist auf seine Betriebstemperatur erwärmt. Die Wassertemperatur erreicht die Öffnungstemperatur des Thermostaten. Im Regelfall muss nur eine kleine Menge des Volumenstroms zur Regulierung der Temperatur über den Kühler geleitet werden. Der Thermostat regelt hierzu eigenständig die Volumenaufteilung zwischen Kühler- und Bypasszufluss. Dieser Betriebszustand ist der häufigste Anwendungsfall eines Thermostaten.


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Heißbetrieb
In Vollastsituationen wie z.B. der Fahrt auf eine Passhöhe produziert der Motor viel Abwärme und muss über ein maximal effektives Kühlsystem auf seiner Betriebstemperatur gehalten werden. Dazu verschliesst der Thermostat den Bypasskanal und leitet den ganzen Volumenstrom zum Kühler.


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Nachheizphase
Nach dem Abstellen erzeugt der Motor noch eine Zeit lang Abwärme. Die Zirkulation des Kühlwassers findet jetzt nur noch aufgrund thermischer Prozesse statt. Der Motor darf aber auf keinen Fall überhitzen. Der Thermostat erreicht seinen maximalen Hub und ermöglicht den größtmöglichen Volumenstrom. Dieser Öffnungsgrad ist bei besonderen Betriebszuständen wichtig, z.B. dem hier beschriebenen Nachheizen.